Zahnfleischbehandlung

Zahnfleischbehandlung/ "Parodontose-Behandlung"

Eine Zahnfleischbehandlung ist erforderlich, wenn der zahntragende Kieferknochen unter dem Zahnfleisch durch Beläge und Bakterien zu Schaden gekommen ist und sich zurückgebildet hat. In grober Unterteilung sind akute und chronische Fälle zu unterscheiden.

Die Zahnfleischerkrankung („Parodontose“ oder „Parodontitis“) ist häufig die Ursache für Zahnverlust im fortschreitenden Alter und kann deutlich verzögert oder sogar verhindert werden, wenn bereits in jüngeren Lebensjahren entsprechende Prophylaxe regelmäßig durchgeführt worden ist. 

Anzeichen der Parodontose, die beim Betroffenen nicht immer zwingend vorkommen müssen, sind zum Beispiel Mundgeruch, Zahnfleischblutung, Eiterbildung am Zahnfleisch, Zahnlockerung, Veränderung der Zahnstellung, Aufbissempfindlichkeit der Zähne, ein Gefühl des „Ziehens“ zwischen den Zähnen bei Kälte-, Wärme- oder chemischen Einwirkungen („auf Süß empfindlich“); natürlich müssen dabei Karies oder undichte Zahnfüllungen ausgeschlossen werden. Ein Zahnfleischbluten muss nicht zwingend das Vorliegen der Parodontose bedeuten, es kann die Folge  einer oberflächlichen Zahnfleischentzündung („Gingivitis“) sein, die in der Regel durch gründlichere Mundhygienemaßnahmen behoben werden kann. Die Parodontose kann an vereinzelten Zähnen, meist an den hinteren, schwer zu putzenden Backenzähnen, an mehreren Zähnen oder im gesamten Gebiss vorkommen

Bei der Behandlung handelt es sich um eine tiefer gehende, intensive  Reinigung der Zahn- und Zahnwurzelflächen (der „Zahnfleisch-Taschen“) und Spül- und Desinfektionsmaßnahmen, meist unter Lokalanästhesie. Da die Parodontose von außen nicht sichtbar ist (nicht zu verwechseln mit Zahnfleischrückgang / Rezession!) und manchmal über Jahre vom Betroffenen nicht wahrgenommen wird, ist es erforderlich, im Rahmen der allgemeinen Zahnuntersuchungen regelmäßig die Zähne nach Parodontose zu untersuchen. Die Behandlung erfolgt in einer bis mehreren Sitzungen. Eine regelmäßige Nachsorge mit professionellen Zahnreinigungen können den Behandlungserfolg langfristig unterstützen. Bei schwererem Verlauf  der Erkrankung kann eine unterstützende Therapie mit Antibiotika hilfreich sein, da vor allem auch innere Organe von den aggressiven Bakterien betroffen sein können, die sich aus den Zahnfleischtaschen und der Mundhöhle im Körper verteilen. S.F.

Weitere Informationen zur Parodontose-Behandlung und zum Thema Zahnfleisch auf Wikipedia.


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